Mittwoch, 15. Oktober 2014

Impulse-Preis 2014: Die ersten Preise in der Kategorie "Beruflicher Aufstieg durch Fortbildung"

In der Kategorie "Beruflicher Aufstieg durch Fortbildung" waren sogar zwei Bewerberinnen punktgleich, so dass sich die Jury dazu entschlossen hat,  den ersten Preis in der Kategorie "Beruflicher Aufstieg durch Fortbildung" an zwei Absolventinnen zu vergeben. Während Frau Maren Akba die Jury vor allem mit ihrer Leidenschaft überzeugte, mit der sie sich in der Kinderbetreuung stets weiterbildete, gelang es Prof. Dr. Ute Vogt  mit ihrer Zielstrebigkeit und ihrem sozialen Engagement die Jury zu überzeugen.

Maren Akba – Von der Küchenkraft zur Ernährungs-, Erziehungs- und Entwicklungsberaterin

Als Maren Akba 2002 als ungelernte Küchenkraft in einem Hort anfangen durfte, war sie froh, nicht mehr in ihren erlernten Beruf als Augenoptikerin zurückkehren zu müssen. Täglich versorgte sie 200 Kindergartenkinder mit regelmäßigen Mahlzeiten und beobachtete dabei zunehmend auch welche, die auf einzelne Lebensmittel allergisch reagierten.

Das machte sie so neugierig, dass sie sich 2008 für ein Fernstudium zur Ernährungsberaterin entschloss. Während des Studiums merkte sie, welche Bedeutung die Ernährung für die Entwicklung „ihrer“ Kinder hat und gab schon während des Studiums Ernährungskunde-Unterricht in der benachbarten Grundschule, was ihr durch einen Kooperationsvertrag mit ihrem Kinderhortkindergarten möglich war.

Die Arbeit mit den Kindern erfüllte Maren Akba so sehr, so dass sie der Wissensdurst packte. Sie wollte nicht mehr nur Kinder durch die Ernährung in ihrer Entwicklung unterstützen, sondern grundlegende Kenntnisse darüber erlangen, wie die kognitiven, psychischen und physischen Eigenschaften von Kindern gefördert werden können.

Deshalb entschloss sie sich 2010 für ihr zweites Fernstudium zur Erziehungs- und Entwicklungsberaterin, dieses Mal an der Impulse-Schule. Eine Schulteroperation festigte zudem ihren Wunsch, ihre Tätigkeit in der Hort-Küche aufzugeben und in Zukunft an der benachbarten Grundschule ihr Wissen weiterzugeben. Schon während des Fernstudiums bewarb sie sich deshalb um den Posten als Pädagogische Mitarbeiterin/Erzieherin. Und obwohl sie Respekt davor hatte, nunmehr mit Kindern als mit Lebensmitteln zu arbeiten, bekam Maren Akba die Stelle.

Im Sommer 2011 begann sie ihre Tätigkeit im Bereich „Ergänzende Betreuung“ an der Grundschule. Neben der Früh- und Nachmittagsbetreuung ist sie seither auch im Schul-Unterricht tätig und unterstützt Lehrkräfte in pädagogischen Fragen. Mit ihnen führt sie am Ende eines jeden Schuljahres auch die Elterngespräche durch. Zusätzlich gibt sie weiterhin ihr Wissen im Rahmen des Ernährungskunde-Unterrichts an die Grundschulkinder weiter. Zur Gestaltung des Unterrichts nutzt sie nach eigenen Angaben dabei vor allem die im Rahmen des Impulse-Studiums erlangten Kenntnisse über Lern-Materialien und -Methoden, um die kognitiven und sozialen Kompetenzen ihrer Schützlinge zu fördern.

Weil sie während ihrer Grundschultätigkeit mit Konfliktsituationen zwischen Kindern, aber auch Kolleg/inn/en konfrontiert wurde, ging Maren Akba erneut auf die Suche nach einem geeigneten Studiengang. Fündig wurde sie auch in diesem Themengebiet bei der Impulse-Schule und absolvierte von August 2013 bis September 2014 erfolgreich den Lehrgang Mediator/in. Da ihr hier die grundlegenden Aspekte der Konfliktbearbeitung vermittelt wurden, soll sie sogar schon im neuen Jahr Konfliktlots/inn/en an ihrer Grundschule ausbilden.

Prof. Dr. Ute Vogt – Ihr Weg zur Professur

Prof. Dr. Ute Vogt ist bereits viele Jahre als Ärztin tätig, als sie 2002 aus privaten Gründen nach Stuttgart umzieht und als Dozentin an einer Berufsfachschule für Altenpflege beginnt.

Während ihrer 10-jährigen Dozententätigkeit an der Berufsfachschule ist sie nebenher auch freiberuflich als Dozentin für weitere Projekte tätig. Darunter beispielsweise als Mitarbeiterin für Dement-Wohngruppen beim ELW der Stadt Stuttgart zur Entwicklung von Präsenzkursen und auch als Mitglied der Lehrplankommission Altenpflege des Kultusministeriums Baden-Württemberg.

Die Tätigkeit als Dozentin in der Ausbildung medizinnaher Berufe hat ihr immer große Freude bereitet, weshalb sie die Tätigkeit stets mit viel Engagement betrieben hat. 2008 hat Prof. Dr. Ute Vogt unter anderem auch den Förderverein für ihre Berufsfachschule für Altenpflege der Stadt Stuttgart gegründet.

Dennoch hat sich die promovierte Ärztin nach einer neuen Herausforderung gesehnt und entschloss sich 2012 dazu, sich um die Professur für Therapiewissenschaften an der SRH Fachhochschule für Gesundheit in Gera zu bewerben. Doch zunächst ein Rückschlag: Ihre Erfahrungen in der Erwachsenenbildung reichten der Hochschule nicht aus, um ihr gänzlich die Lehrbefugnis zu erteilen.

Erst ihr Vorhaben, den Impulse-Lehrgang Dozent/in in der Erwachsenenbildung zu absolvieren und der Nachweis, der auch theoretischen Auseinandersetzung mit dem pädagogischen und kommunikationswissenschaftlichen Hintergrundwissen, führten zu einem positiven Bescheid.

Bis zum Abschluss der Impulse-Ausbildung übernahm sie bereits einzelne Vorlesungen und war als Vertretungsprofessorin tätig, bis ihr 2014 nach Bestehen der Impulse-Prüfung die Professur für Therapiewissenschaften an der SRH Fachhochschule in Gera verliehen wurde. Nach eigenen Angaben profitiert sie im Lehralltag bis heute von denen in der Impulse-Ausbildung vermittelten Methoden und wurde auf dieser Grundlage sogar kürzlich in ein Hochschulteam berufen, dass sich gänzlich der didaktischen Entwicklung der Hochschule widmet.

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